Wir lehnen die Wiedereinführung der Wehrpflicht sowie jegliche Pflichtdienste für junge Menschen ab. Zwangsdienste verschieben Verantwortung, stopfen Lücken und lindern Symptome, ohne Ursachen zu beheben. Es besteht die Gefahr, dass Ersatzdienste genutzt werden, um strukturelle Probleme im Sozial- und Pflegebereich zu umgehen. Besonders kritisch: Das Gesetz erlaubt, die Wehrpflicht per Regierungsbeschluss wieder einzuführen - ohne die üblichen Beratungs- und Anhörungsrechte. Gleichzeitig sehen wir weitere Krisen: Arbeitsplatz- und Ausbildungsplatzabbau, Angriffe auf den 8-Stunden-Tag, steigende Mietpreise und vieles mehr, was die junge Generation belastet. Aus diesem Grund waren wir laut, mit Aktionen vor Ort:
- 03.12. Braunschweig: Die Siemens Mobility Jugend- und Auszubildendenvertretung klärte gemeinsam mit der IG Metall Jugend über das Wehrdienstmodernisierungsgesetz sowie der Pläne der Abschaffung des 8h Tages und dessen Folgen, im Rahmen einer betrieblichen Nikolausaktion, auf. In Gesprächen und kleinen Umfragen, bei Punsch und Keksen, konnten Fragen geklärt und sich ausgetauscht werden.
- 04.12. Braunschweig: Ehrenamtliche des Ortsjugendausschusses der IG Metall Braunschweig trafen sich zum Transparent-Malen, um deutliche Botschaften an die Regierung zu senden: “#NichtMeinePflicht! - Nein zu allen Pflichtdiensten!”.
- 05.12. Braunschweig: Während einer Mittagspausen-Aktion trafen sich auch bei Volkswagen Braunschweig die Auszubildenden, um sich über das, mittlerweile verabschiedete Gesetz zur Wehrpflicht, auszutauschen. Auch hier konnten Fragen geklärt und dem Unmut Raum gegeben werden. Am Abend trafen sich die Jugendausschüsse der IG Metall und Verdi Braunschweig zu einer gemeinsamen Nikolausaktion am Staatstheater, um öffentlich die Forderungen unter den Mottos "Finger weg vom 8-Stunden-Tag!" und "#NichtMeinePflicht!" herauszurufen und ihre Positionen zu unterstreichen.
- 09.12. Hannover: Unter dem Motto: "Advent, Advent - unsere Zukunft brennt!" organisierte die IG Metall Jugend des Bezirks Niedersachsen Sachsen-Anhalt, eine Kundgebung auf dem Opernplatz in Hannover. Themen über Zukunft, Rente, Wehrpflicht, 8-Stunden-Tag, Ausbildungsplatzabbau, Gewalt gegen Frauen und Rechte Hetze, wurden mit Redebeiträgen, einem Gedicht, Transparenten und Beamer-Show zum Ausdruck gebracht.
Unser Appell: Junge Generationen brauchen echte Perspektiven, keine Pflichtdienste und keine Militarisierung. Wir fordern die Politik auf, der Jugend zuzuhören, ihr Raum und echte Perspektiven zu geben und anstatt sie zu Zwangsdiensten zu verpflichten, in soziale Sicherheit, Bildung und nachhaltige Arbeitsplätze zu investieren!