Delegiertenversammlung der IG Metall Braunschweig

Tausende MetallerInnen kämpfen für ihre Arbeits- und Ausbildungsplätze

  • 06.12.2021
  • News

Mit einem Rückblick auf das Bundestagswahlergebnis, einem Einblick in die aktuell vorliegenden Koalitionspläne und einem daraus folgendem gemischten Ausblick auf die zu erwartende politischen Agenda der künftigen Bundesregierung eröffnete die erste Bevollmächtigte der IG Metall Braunschweig, Eva Stassek, die achte Delegiertenversammlung. Online waren gut 100 Delegierte zugeschaltet, um Vergangenes zu bewerten, Aktuelles zu erfahren und Zukünftiges zu planen.

Eva Stassek

Malte Stahlhut

Die Vorbereitungen für die anstehenden Betriebsratswahlen 2022 sind bereits gut angelaufen. Insbesondere die größeren Betriebe der Geschäftsstelle haben bereits ihre Kandidaten-Listen in Vertrauensleuteversammlungen zusammengestellt.  Stassek berichtete auch von abgeschlossenen Tarifverträgen  in der Holz- und Kunststoffindustrie und dem Tischler Handwerk in denen gelungen ist Coronaprämien und mehr Entgelt für die Beschäftigten auszuhandeln. Bedauerlicher Weise gab es im Berichtszeitraum des letzten Quartals auch schwierige betriebliche Situationen zu bewältigen die mit Personalabbau und Unsicherheit für die Beschäftigten verbunden sind. Gerade deshalb war die Kooperations-Großveranstaltung „Aktionstag FairWandel", bei dem alleine in unserer Region mehrere tausend MetallerInnen für soziale, ökologische und demokratische Regeln auf die Straße gingen sehr wichtig um deutlich zu machen, dass die Belegschaften das nicht klaglos über sich ergehen lassen sondern um ihre Arbeits- und Ausbildungsplätze kämpfen!

Mit Aktionstagen in die Öffentlichkeit

"Bereits vor 75 Jahren haben wir Gewerkschaften mit Aktionen und Aktionstagen unsere Forderungen in die Öffentlichkeit gebracht und sind für ihre Ziele konsequent eingetreten", resümierte Malte Stahlhut die lange Tradition gewerkschaftlicher Bildungsarbeit und demokratischer Mitgestaltung. Der Gewerkschaftssekretär ist bei der IG Metall Braunschweig für die Planung und Umsetzung von Bildung(-sarbeit) verantwortlich und stellte in der Versammlung die wesentlichen Bausteine der gewerkschaftlichen Bildung vor.
"Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern!", zitierte er abschließend Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela, um Wissen und Qualifizierung als die zentralen Fragen in den aktuellen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um die Gestaltung sozialer, demokratischer und ökologischer Umbauten zu betonen.

Die zweite Bevollmächtigte und Kassiererin, Garnet Alps, konnte den Delegierten von einer positiven Mitgliederentwicklung berichten und einer trotz Corona stabilen Kassenlage. Gerade in Krisenzeiten nähmen Beschäftigte Gewerkschaften zu Recht auch als Versicherung wahr.

In die Tarifkommission der Metall- und Elektroindustrie wählte die Delegiertenversammlung Malte Stahlhut. Stahlhut folgt auf Mathias von Maikowski der aus der Kommission aufgrund beruflicher Veränderungen ausgeschieden ist.