Gedenkveranstaltung und Petition

IG Metall zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

  • 08.05.2020
  • News, Bildergalerie

Dazu Eva Stassek, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Braunschweig: „Der Faschismus hat unendliches Leid verursacht. Viele Millionen Menschen wurden brutal gequält, deportiert und ermordet. Dazu kamen allein in unserer Region zehntausende Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, bei Büssing, Volkswagen und anderen Betrieben. Hunderte von ihnen starben im Lager Schillstraße.

Garnet Alps (links) und Eva Stassek (rechts). Fotograf: Peter Frank, d&d.

Jetzt Petition "8. Mai zum Feiertag machen! Was 75 Jahre nach Befreiung vom Faschismus getan werden muss!" auf chance.org unterschreiben...

Auch wir Gewerkschafter*innen haben besonderen Grund an diesen Tag zu erinnern: Viele unserer aktiven Kolleginnen und Kollegen wurden wegen ihrer Kritik und ihres Widerstandes gegen das faschistische Hitlerregime ebenfalls verfolgt, grausam gefoltert und ermordet. Unzählige Beispiele zeigen, welche Folgen aus einer verrohten, faschistischen Gesellschaft erwachsen. So ist es in der Vergangenheit geschehen, es mahnt uns zur Wachsamkeit in der Gegenwart und Zukunft. An diese Ereignisse und Menschen zu erinnern, diese Vorgänge anzuklagen und zu mahnen ist uns Bedürfnis und Pflicht zugleich. Wir sind es den vielen Opfern dieses verbrecherischen Regimes schuldig.

Auch jetzt, während der Corona-Pandemie sehen wir, was die elementaren Säulen unseres Staates sind. Für uns Gewerkschafter*innen war und ist eine freie, soziale, demokratische und ökologische Gesellschaft besonders wichtig. Dazu gehören Mitbestimmung, soziale und wirtschaftliche Teilhabe, Gestaltungsmöglichkeiten, Emanzipation und internationale Solidarität. Und das der Mensch vor den Profiten kommt und die Gesellschaft sich keinen markradikalen Zwängen unterordnet.

Oberste Priorität hat immer die Unversehrtheit der Menschen! Und das geht nur im Frieden!"

Die IG Metall Braunschweig beteiligte sich an der Gedenkveranstaltung des Bündnisses gegen Rechts. Die Veranstaltung fand am 8. Mai 2020 um 17.00 Uhr an der KZ Gedenkstätte Schillstraße statt.