#FairWandel-Demo am 29. Juni in Berlin

JA ZUM ÖKOLOGISCHEN UMBAU – ABER FAIR!

  • 19.06.2019
  • News

Die drei Geschäftsstellen der IG Metall in der Region rufen unter dem Motto „#FairWandel“ zur bundesweiten Demonstration und Kundgebung am 29.06.2019 am Brandenburger Tor in Berlin auf.

Eva Stassek, Fotograf: Peter Frank, d&d

Matthias Wilhelm, Fotograf: Carsten Brand, brandlicht.de

Hartwig Erb, Fotograf: Matthias Leitzke, photodesign-wolfsburg.de

Auch bei uns in der Region ist es an allen Ecken und Kanten spürbar. Die Welt ist im Umbruch. Auf der einen Seite greifen verstärkt die Wirkungen von Klimakrise, Digitalisierung, neuen Technologien, globalem Welthandel, neoliberalem Umbau der Wirtschaft, der Arbeitsplätze und des Sozialstaates.  Auf der anderen Seite werden die Folgen von Prekarisierung, Armutsentwicklung und mangelnder Absicherung von Beschäftigten durch Befristungen und Werkverträge immer deutlicher und Spalten heute schon die Gesellschaft in Gewinner und Verlierer. Diese Entwicklungen führen zu großen Sorgen in weiten Teilen der Beschäftigten.

Jetzt werden die Weichen gestellt!

Schafft unsere Gesellschaft die digitale und ökologische Wende oder fahren wir vor die Wand?

Werden in den hiesigen Betrieben die Produkte der Zukunft gebaut oder Arbeitsplätze abgebaut?

Zählt die Stimme von Beschäftigten oder werden sie ignoriert?

Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen, die nur lösbar sind, wenn die betroffenen Menschen einbezogen werden – an Lösungen mitarbeiten, künftig noch Arbeit haben, und diese gestalten können. Der anstehende Wandel muss sozial, ökologisch und demokratisch gestaltet werden, gemeinsam mit und für die Menschen.

Die drei IG Metall Bevollmächtigten der Region Hartwig Erb (Wolfsburg), Matthias Wilhelm (Salzgitter-Peine) und Eva Stassek (Braunschweig) sprechen sich ausdrücklich FÜR den ökologischen Umbau der Industrie und die demokratische Gestaltung des technologischen Wandels durch die Digitalisierung aus.

Sie fordern für die Gestaltung der damit verbundenen umfassenden Transformationsprozesse für die Beschäftigten Sicherheit im Wandel ein:

  • Absicherung des Arbeitsplatzes - keine betriebsbedingten Kündigungen
  • strukturierte Qualifizierung der Beschäftigten für neue/andere Aufgaben
  • Sicherung des Entgeltes im Transformationsprozess
  • mehr Mitbestimmung für Arbeitnehmervertreter und Beschäftigte um die neue Arbeit mit zu gestalten
  • Massive Investitionen in Zukunftsprodukte und technologischen Wandel
  • umfassendes Investitionsprogramm in Infrastruktur wie z.B. Stromnetze, öffentlichen Nahverkehr und Ladestationen für E-Autos

Die Politik muss dies voranbringen und flankieren. Wir brauchen mehr Demokratie in der Wirtschaft und einen Ausbau des Sozialstaats um negative Auswirkungen durch Wegfall von Arbeitsplätzen ab zu federn wie z.B. früher altersbedingt aus dem Betrieb ohne Abschläge an der Rente ausscheiden zu können.

Wenn der Umbau zum Arbeitsausfall führt, dann muss es ein Transformationskurzarbeitergeld für mindestens 2 Jahre mit Qualifizierungsfinanzierung (wie begleitend zu der Finanzkrise 2008/2009) geben, um die Ausfallzeit vorausschauend und effektiv für die künftige Tätigkeit zu nutzen.

Sozial, ökologisch und demokratisch in Betrieb und Gesellschaft müssen die Weichen im Sinne der Menschen gestellt werden, das ist das Ziel der IG Metall am 29. Juni in Berlin.
Bundesweit sind die Beschäftigten aufgerufen für diese Forderungen ein starkes Zeichen zu setzen!

Mehrere Tausend Beschäftigte haben sich bereits bei den IG Metall Geschäftsstellen der Region angemeldet und werden in Berlin die Arbeitgeber und Politik auffordern:

„Tut endlich was! Für uns alle steht viel auf dem Spiel.“

Begleitet wird die Kundgebung, an der neben dem 1. Vorsitzenden der IG Metall Jörg Hofmann, auch Vertreter von NABU, Sozialverbänden, der Kirchen und viele Jugendliche teilnehmen, auch von etlichen Künstlergrößen wie Clueso, Silly, Joris, Culcha Candela und dem Berlin Boom Orchestra.

Anmeldungen zur Teilnahme werden noch bis Donnerstag, den 27.06., angenommen. Infos zu der Veranstaltung gibt es bei den Vertrauensleuten, Jugend- und Azubivertretern sowie Betriebsräten in den Betrieben und den Geschäftsstellen der IG Metall in der Region.

(Gemeinsame Pressemitteilung der IG Metall Braunschweig, Salzgitter-Peine und Wolfsburg)