VOLKSWAGEN

Bundesweite Vertrauensleutekonferenz Volkswagen mit rund 1500 Teilnehmern in Braunschweig setzt gewerkschaftliche Zukunftsthemen

Braunschweig - In der Volkswagenhalle haben sich heute rund 1500 Vertrauensleute der IG Metall aus allen deutschen VW-Standorten zur bundesweiten Vertrauensleutekonferenz versammelt. Die Teilnehmer debattierten unter dem Motto "Mit aktiven Vertrauensleuten die Zukunft gestalten" über tarifliche, betriebliche und industriepolitische Zukunftsthemen.

Die Teilnehmer der Konferenz sendeten ein deutliches Signal für Respekt, Toleranz und Solidarität. Foto: Jelca Kollatsch

Die Teilnehmer der Konferenz sendeten ein deutliches Signal für Respekt, Toleranz und Solidarität. Foto: Jelca Kollatsch

Die Teilnehmer setzten auch deutliche Zeichen für eine demokratische, offene Gesellschaft. Bezirksleiter Thorsten Gröger zieht eine positive Bilanz des heutigen Tages und hebt insbesondere die tariflichen Erfolge hervor, die ohne die engagierte Arbeit der Vertrauensleute nicht möglich gewesen wären: "In der vergangenen Tarifrunde sind uns hervorragende Abschlüsse gelungen, sowohl in der Metall- und Elektroindustrie als auch im Haustarif. Besonders die Wahloptionen und die Verdreifachung der betrieblichen Altersversorgung von 27 Euro auf 98 Euro monatlich, und das auch noch tarifdynamisch, sind hervorzuheben. Diese Tariflösung kann möglicherweise Vorbildcharakter für künftige Tarifrunden auch in andere Branchen entwickeln. Im Vordergrund muss aber die Stärkung der gesetzlichen Rente stehen. Das Niveau der gesetzlichen Rente muss wieder steigen, die Rente muss für ein gutes Leben reichen."

 

Der Vorsitzende des VW-Gesamt- und Konzernbetriebsrats Bernd Osterloh: „Volkswagen steht in den nächsten Jahren vor enormen Herausforderungen: Themen wie Einstieg in die Elektromobilität, Digitalisierung, autonomes Fahren und immer schärferer Wettbewerb werden den Kolleginnen und Kollegen bei VW viel abverlangen. Darum ist es gut, dass Vertrauensleute, Betriebsräte und IG Metaller aufpassen und die Interessen der Belegschaften schützen und auch in schwierigen Zeiten durchsetzen. Das werden wir aber nur schaffen, wenn wir alle zusammenhalten."

 

"Wir fordern eine Industriepolitik, die den Wandel hin zu einer ökologisch und sozial gerechten Wirtschaft und Gesellschaft nicht aus den Augen verliert. Sichere Arbeitsplätze, eine gesunde Umwelt, bezahlbare Mobilität und Energie sind keine Gegensätze“, stellte der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, fest. „Wir werden uns einmischen, damit aus technischem Fortschritt auch sozialer Fortschritt wird. Außerdem muss Bildung während des gesamten Erwerbslebens möglich sein. Dafür brauchen die Beschäftigten einen individuellen Rechtsanspruch."

 

(Presseinformation Nr. 71/2018 des IG Metall-Bezirks Niedersachsen und Sachsen-Anhalt)


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