Keine betriebsbedingten Kündigungen bei Siemens!

Am vergangenen Dienstag (26.08.2008) beschloss der Gesamtbetriebsrat von Siemens einen Interessenausgleich und Sozialplan mit einem hohen finanziellen Volumen. Dadurch sollen die Härten, die durch das umfangreiche Sanierungsprogramm von Siemens entstehen und bundesweit mehrere tausend Arbeitsplätze vernichten, für die Beschäftigten gemildert werden.

Das Wichtigste hierbei: Es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben!

Das ist ein großer Erfolg und ein Ergebnis der intensiven Intervention der IG Metall durch den ersten Vorsitzenden Berthold Huber aber auch der IG Metall-Betriebsräte im GBR und an den Standorten.

 

Altersteilzeit, Qualifizierungen, Aufhebungsverträge und eine Beschäftigungsgesellschaft (in die man nur auf eigenen Wunsch wechseln kann) sind die Instrumente die angewandt werden sollen, um den Arbeitsplatzabbau zu erreichen.


Wo andernorts Kündigungen ausgesprochen werden und Beschäftigte kalt abserviert werden, hat hier die Unternehmensführung Wort gehalten und soziale Verantwortung gezeigt.

 

Gleichwohl wächst unter den Beschäftigten die Unruhe - noch weiss niemand in Braunschweig, ob er nicht betroffen ist und ein sogenanntes "Angebot" erhält seinen Arbeitsplatz aufzugeben. Obwohl eine nicht so hohe Zahl wie befürchtet (weit unter 300 Arbeitsplätze) in Braunschweig abgebaut werden soll, ist noch unklar, wieviele die verschiedenen Angebote des Sozialplanes nutzen werden und ob die Zahl zusammenkommt.


In der Belegschaft kursieren Gerüchte über sogenannte Trennungsgespräche.

Aus diesem Grund nuzten die Vertrauensleute der IG Metall am Donnerstagmorgen den Besuch des Siemens-Vorstandsvorsitzenden Peter Löscher am Standort in Braunschweig, um ihn am Tor zu begrüßen und ihn zu mahnen, den Beschäftigten weiterhin mit Fairness und sozialer Verantwortung zu begegnen (siehe Fotos).

 

"Die Beschäftigten erwarten, dass die Geschäftsleitung fair, offen und sachgerecht mit ihnen umgeht.  Die Angst geht um, dass Leute unter Druck gesetzt werden sollen. Das darf nicht sein! Alle Maßnahmen die vereinbart wurden sind freiwillig!", so Eva Stassek von der IG Metall.
Beschäftigte, die Rat suchen, können sich an ihre Betriebsräte wenden. Diese beraten und helfen, die sich stellenden Fragen zu lösen. Mitglieder der IG Metall können sich zudem auch an die Rechtsberatung der IG Metall in der Wilhelmstraße wenden.

 

Am heutigen Freitag (29.08.2008) findet eine Betriebsversammlung für alle Beschäftigten statt, in der die Verträge und das Vorgehen erläutert werden sollen.

 

Mehr Infos im Siemens Dialog (Link unten).

mm/dud|29.08.2008

 

 

 

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