IG Metall beschließt Forderungen für die Tarifrunden 2018 in der Metall- und Elektroindustrie und bei der Volkswagen AG

Hannover – Die regionalen Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und der Volkswagen AG haben in ihren heutigen Sitzungen ihre Forderungspakete der aktuellen Tarifrunde beschlossen.

Fotograf: Heiko Stumpe

Fotograf: Heiko Stumpe

Die Tarifkommissionen der Metall- und Elektroindustrie für die Tarifgebiete Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim fordern eine Entgelterhöhung um 6 Prozent für zwölf Monate sowie den individuellen Anspruch auf "kurze Vollzeit", auf befristete Reduzierung der Arbeitszeit. Darüber hinaus sollen Auszubildende und dual Studierende zusätzliche freie Tage zur Vorbereitung auf Prüfungen erhalten.

 

Die Tarifkommission der Volkswagen AG beschloss ebenfalls eine Erhöhung des Entgelts um 6 Prozent für zwölf Monate, eine Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung und die Verpflichtung zur Einstellung von Auszubildenden zur Bewältigung von Digitalisierung und Transformation.

Bezirksleiter Thorsten Gröger, Verhandlungsführer für das Haustarifgebiet der Volkswagen AG und die Metall- und Elektroindustrie Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, kommentiert das Forderungspaket: "Die Beschäftigten wollen Sicherheit, Teilhabe und Gerechtigkeit. Sechs Prozent mehr Entgelt und selbstbestimmte Arbeitszeiten, die zum Leben passen: Diese Forderungen sind untrennbar miteinander verbunden und treffen den Nerv der Zeit. Den Weg, den wir bei Volkswagen mit dem Zukunftsplan Gute Arbeit eingeschlagen haben, gilt es nun konsequent weiter zu gehen."

Bernd Osterloh, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Volkswagen AG: "Die Beschäftigten haben sich in den vergangenen zwei Jahren trotz des Abgas-Skandals über das normale Maß hinaus engagiert. Nur deshalb gehen die Zahlen der Kernmarke Volkswagen wieder nach oben. Sechs Prozent mehr Entgelt sind deshalb eine absolut berechtigte Forderung. Außerdem wollen wir, dass Volkswagen endlich den Beitrag zur betrieblichen Altersversorgung dauerhaft verbessert. Das ist wichtig, damit alle Kolleginnen und Kollegen auch nach einem langen Arbeitsleben ein anständiges Auskommen haben. Um Digitalisierung und Transformation zu bewältigen, brauchen wir zudem auf lange Sicht mehr Auszubildende in diesen Zukunftsfeldern."

Über die Forderungsbeschlüsse aller regionalen Tarifkommissionen, die heute bundesweit getroffen wurden, entscheidet abschließend der Vorstand der IG Metall in seiner Sitzung am 26. Oktober.

(Presseinformation des IG Metall Bezirks Niedersachsen und Sachsen-Anhalt)


Drucken Drucken