TARIFEINIGUNG MIT KFZ-UNTERNEHMENSVERBAND
Die IG Metall hat in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten in Autohäusern und -werkstätten 7,1 Prozent höhere Entgelte durchgesetzt. Der mit dem Unternehmensverband des Kfz-Gewerbes am heutigen Freitag erzielte Tarifkompromiss sieht dreistufige Einkommenssteigerungen vor: Ab 1. April 2008 steigen die Entgelte um 2,9 Prozent, ab Dezember um 2 Prozent und in einem dritten Schritt werden die Entgelte ab Dezember 2009 um weitere 2,2 Prozent angehoben. Zusätzlich erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung von 100 Euro. Die Laufzeit des Tarifvertrages endet am 30. April 2010. Von dem Tarifergebnis profitieren zum jetzigen Zeitpunkt rund 10.000 Beschäftigte in 450 niedersächsischen Betrieben und Innungen.
Die Tarifvertragsparteien haben zudem einen Altersteilzeittarifvertrag abgeschlossen. Beschäftigte der Jahrgänge 1953 und 1954 haben damit die Möglichkeit zu akzeptablen Bedingungen vorzeitig aus dem Berufsleben auszusteigen und jüngere Beschäftigte erhalten die Chance auf eine Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis nach der Ausbildung. Vor dem Hintergrund dieser Einigung forderte Hartmut Meine, IG Metall Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, die Bundesregierung auf, die geförderte Altersteilzeit über 2009 hinaus über die Bundesagentur für Arbeit zu fördern.
Bei den Verhandlungen zwischen IG Metall und den Kfz-Innungen Niedersachsen-Mitte und Osnabrück wurde bislang kein Ergebnis erzielt. Während der letzten Verhandlungsrunde am 21. April weigerten sich die Innungs-Arbeitgeber, den Tarifkompromiss zu übernehmen, der am Freitag zwischen der IG Metall und dem Unternehmensverband des Kfz-Gewerbes abgeschlossen worden war. Die Verhandlungen sind auf den 5. Mai vertagt worden. Von den Tarifverhandlungen mit den beiden Innungen sind rund 10.000 Beschäftigte in etwa 800 niedersächsischen Betrieben betroffen.
Allein in Braunschweig hatten sich knapp 300 Beschäftigte bei MAG Bonte, IVECO, MAN und der Braunschweiger Mercedes-Niederlassung an den Warnstreiks im Kfz-Handwerk beteiligt. Landesweit waren es seit Ende der Friedenspflicht 1.700 Beschäftigte aus 54 Betrieben.
Die Beschäftigten im Kfz-Handwerk streiten unter dem Motto "Sicherheit braucht Tarifverträge" für das Recht auf tariflich abgesicherte und angemessene Entgelte und Arbeitsbedingungen.
Das Tarifergebnis mit dem Kfz-Unternehmensverband in der Übersicht:
Insgesamt 7,1 Prozent höhere Entgelte für die Beschäftigten in drei Stufen
- 2,9 Prozent ab 1. April 2008
- 2,0 Prozent ab Dezember 2008
- 2,2 Prozent ab Dezember 2009
- eine Einmalzahlung von 100 Euro
- Die Tarifvertragsparteien IG Metall und Kfz-Unternehmensverband haben zudem einen Altersteilzeittarifvertrag vereinbart.
Die Laufzeit des Tarifvertrages endet am 30. April 2010.
|22.04.2008







