Der Kreativclub im MAN-Werk Salzgitter
<CENTER><B>"Man, sind die groß!"</B></CENTER>

Das MAN-Werk in Salzgitter ist nach der Volkswagen AG, das wohl wichtigste fahrzeugbauende Werk in Norddeutschland.

Am Standort in Salzgitter ist die LKW-Produktion beheimatet.
Bis vor wenigen Jahren war Salzgitter auch ein Produktionsstandort für Busse.

Das MAN-Werk ist aus dem ehemaligen Braunschweiger Büssing-Werk hervorgegangen. Im Wappen der alten Firma war der Braunschweiger Löwe zu sehen.

Unter dem MAN-Zeichen steht er auch heute noch.

Von ca. 1903 bis 1965 stellten die Braunschweiger Büssing-Werke, mit bis zu 3200 Beschäftigten, Lkws und Busse her.

Von 1965 bis 1971 gehörte „Büssing“ zum Salzgitterkonzern. Der Konzern hatte damals die Fertigung von Braunschweig in die neu errichteten Werkhallen in Salzgitter verlegt.

Im Jahre 1971 war die Übernahme durch MAN.

Die Fertigungsaufträge für Busse waren rückläufig. Aus Kostengründen wurde der Rohbau nach Polen ausgegliedert.
Für Busse wird nur noch der Fahrzeugunterbau, das Chassis, gefertigt.

Die LKW-Fertigung ist in Salzgitter geblieben.
Am Standort werden Zugmaschinen für Lkws von 7,5 bis zu 60 Tonnen gebaut.
Auch Sattelschlepper werden hier hergestellt. Desweiteren werden alle nicht angetriebenen Vorderachsen, auch für andere Produktionsstandorte gefertigt (ca. 680 Achsen täglich).

Die Montagezeit eines Fahrzeugs beträgt 40 Mitarbeiterstunden. Das heißt, dass von Montagebeginn bis zur Auslieferung nur 24 Stunden vergehen.


In Jahr 2008 sind in Salzgitter rund 30.000 Lkws vom Band gelaufen.

Das Herzstück eines Lkws, der Motor, wird in Nürnberg hergestellt. Das Führerhaus baut das Münchner MAN-Werk. Antriebsachsen und weitere Aggregate werden auch in München und weiteren Produktionsstätten hergestellt.

In Spitzenzeiten standen im Salzgitteraner Werk ca. 5000 Beschäftigte in Arbeit und Lohn. Heute sind es noch ca. 2800, davon ca. 120 Auszubildende.

Seit Ende letzten Jahres wird im Werk Salzgitter an 2Tagen pro Woche kurzgearbeitet.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise zeigt deutlich ihre Zähne, zumal das Werk sehr exportabhängig ist. Dank der Ausweitung der Kurzarbeiterzeiten von 6 auf 18 Monate, durch die jetzige Bundesregierung und ihrem Arbeitminister, hoffen alle Beschäftigt diese Kriesenzeit zu überstehen.
Das Werk hat sich jedoch von Beschäftigten mit Zeitarbeitsverträgen getrennt.

Im Werksrundgang wurden uns die Bereiche Kurbelwellenfertigung, Vorderachsfertigung und Endmontage der Lkws vorgestellt.

Bei einem gemeinsamen Mittagessen in der Werkskantine wurden die Gespräche und Informationen unserer 29 köpfigen Gruppe vertieft.

Mit einem Dank an Manfred Müller, ehemaliges Betriebsratsmitglied von MAN, endete der Vormittag. Manfred hatte für uns die Werksbesichtigung bei MAN gut vorbereitet.

 

     Da im Werk Fotografierverbot besteht, gibt es leider nur diese Fotos

 

Erhard Dierschke

 


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