Gedächtnistraining
<CENTER> Schloss Schliestedt bei Schöppenstedt</CENTER>

So lautete der Vortrag des Kreativclubs im Oktober. Für diesen Vortrag hatten wir uns einen besonderen Ort ausgesucht:
Schloss Schliestedt bei Schöppenstedt.

Im Spiegelsaal des Schlosses wurden wir von der Heimleiterin Frau Resch-Hoppstock herzlich begrüßt und mit Kaffe und hausgebackenem Kuchen gut bewirtet.


Nach einer geschichtlichen Vorstellung des Gebäudes, folgte ein Rundgang durch die Anlage und Besichtigung der einzelnen Wohnbereiche.

Ein wenig zur Geschichte des Hauses:
Das Schloss Schliestedt wurde 1752 bis 1760 von Kammerbaumeister Martin Peltier auf den Grundmauern einer ehemaligen Wasserburg erbaut. Es zählt zu den bedeutendsten Bauten des Rokoko im Braunschweiger Land.


Das Schloss war ein Geschenk von Herzog Karls an seinen Kanzler.
1773 ging das Schloss in den Besitz der Familie Bülow über.
Von 1827 – 1836 pachtete die Familie Seeliger das Anwesen, anschließend erwarb es die Familie Schwichelt.
Von 1939 – 1945 war die Staatsmusikschule Braunschweig im Schloss untergebracht.
1945 kaufte die Gräfin Looz-Corswaren das Anwesen.
1950 übernahm der Landkreis Wolfenbüttel die Gebäude. In den ersten Jahren dienten sie als Flüchtlingsheim, später wurden sie in ein Altenheim umgewandelt.


Über dem steinernen Eingangsportal seht der Spruch: „Fern ab von den Geschäften“
Er passt auch heute noch zu der Bedeutung und Aufgabe des Hauses.
So gehört das Anwesen seit 1996 der privaten Trägerschaft  „Alten- und Pflegeheim Zerbst GmbH“. Sie betreibt diese Seniorenwohnanlage.

Die Anlage im Schloss Schliestedt hat drei Wohnbereiche und liegt in einem ca. 10 Hektar großen Park.
In der gesamten Einrichtung stehen 118 Bewohnerplätze zur Verfügung auf denen altersveränderte, pflegebedürftige Menschen aller Pflegestufen gepflegt und betreut werden. Dem Haus ist auch eine gerontopsychiatrischen Fachabteilung angegliedert.

Nach dem Rundgang trafen wir uns wieder im Spiegelsaal mit anschließender Diskussion. Es wurden Fragen zur Betreuung und Versorgung gestellt. Dabei erfuhren wir auch, dass die Speisen im Haue zubereitet werden und eine eigene Wäscherei vorhanden ist.
An manchen Fragen war zu spüren, dass es für einige wohl die erste Begegnung mit einer Alten- und Pflegeeinrichtung war.
Andere berichteten aus ihren Erfahrungen verschiedener Pflegehäuser.


Der Diskussion schloss sich ein sehr interessanter Vortrag über den Aufbau des Gehirns an:
> Was ist Kurzzeitgedächtnis, was ist Langzeitgedächtnis?
> Wie wird Wissen gespeichert? - Was wird wo gespeichert?

> Was ist erlernt Wissen? - Was ist eintrainiert? - Was ist erlebtes Gedächtnis?

> Wie kann ich mein Gehirn auch im Alter funktionsfähig halten? 

 

Zur Demonstration hat Frau Resch-Hoppstock mit uns ein paar sehr interessante Gedächtnisspiele gemacht. Das hat uns allen sehr gut gefallen. Das Thema Gedächtnistraining und der Ort waren richtig gewählt, denn das zeigte unsere Besucherresonanz mit über 30 Kolleginnen und Kollegen.

 

Altenbetreuung und Pflege ist ein Thema, mit dem wir uns alle mit zunehmendem Alter, beschäftigen müssen.


Mit einem herzlichen Dank an die Alten- und Pflegeeinrichtung verabschiedeten wir uns.


Erhard Dierschke

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