SIS AUSGLIEDERUNG
Auch am gestrigen Montag gingen Beschäftigte der SIS und der I MO am Standort Braunschweig unter dem Motto "SIS gehört zu Siemens" auf die Straße. Die Teilnehmerzahl konnte gegenüber den bisherigen Spaziergängen erneut gesteigert werden. Eva Stassek, 2. Bevollmächtigte der IG Metall Braunschweig, gab durch ihre Anwesenheit ein starkes Signal, dass die IG Metall hinter den Forderungen der Kolleginnen und Kollegen steht.
Die angeblich neuen Konzepte des Arbeitgebers für die neue Struktur der SIS sind die alten: Kosten sparen, Stellen abbauen. So führt man eine Unternehmung dem Ende entgegen! Gefragt sind im Gegenteil Kreativität bei der Schaffung neuer Lösungen und Dienstleistungen, Investitionen in Aus- und Weiterbildung, gewinnbringender Einsatz der vorhandenen Potenziale. Gefordert ist der Erhalt der Arbeitsplätze und der Beschäftigungsbedingungen!
Der Arbeitgeber gibt unverhohlen zu erkennen, dass er selektieren will. In die neue SIS sollen möglichst nur gewünschte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wechseln. Wie er das den Mitbestimmungsgremien verkaufen will, bleibt sein Geheimnis. Gleichzeitig wird der Versuch unternommen, gut qualifizierte Fachleute und frisch ausgebildete junge Leute einzustellen. Dagegen ist unter anderen Umständen nichts einzuwenden, wenn es denn von einer fundierten und nachhaltigen Personalplanung begleitet wäre. Davon war und ist die SIS-Leitung jedoch weit entfernt. Stattdessen will sie offensichtlich im Moment dreist die neue SIS mit neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausstatten. Dadurch erwächst die Gefahr, dass diejenigen Beschäftigten , die man nicht mehr haben will, in der alten SIS bleiben und dort "abgewickelt" werden sollen. Bei letzteren befürchtet der Betriebsrat eine Größenordnung von einem Viertel der in Deutschland Beschäftigten!
Hier spielen die Betriebsräte der SIS-Regionen nicht mit! Einstellungen werden aktuell mit der entsprechenden rechtlich fundierten Begründung die Zustimmungen verweigert, solange nicht klar ist wohin die Reise bei der SIS gehen soll und alle Beschäftigten ihre künftigen Arbeitsplätze zugewiesen bekommen haben. Ebenfalls werden Mehrarbeitsanträge und der Einsatz von LeiharbeitnehmerInnen von den Betriebsräten kritisch durchleuchtet. Gemeinsam mit der IG Metall werden die Kolleginnen und Kollegen den Arbeitgeber immer wieder auch an seine moralische und gesellschaftliche Verpflichtung erinnern!
In der kommenden Woche, vom 19.4. an, werden in alle SIS-Regionen größere Aktionen stattfinden, um den Forderungen der Beschäftigten Nachdruck zu verleihen.






